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Coll de Rates

 
Tour 7: Coll de Rates - Süd 56 km - Nord 70 km
Coll de Rates

Der Coll de Rates ist wohl der landschaftlich schönste Anstieg, sowohl von der Süd- wie auch von der Nordseite. Der Einfachheit halber habe ich beide Touren zusammengefaßt.
Übersichtskarte

Coll de Rates
Zur Südauffahrt gelangt man über Callosa d´en Sarrià. Also wie in Tour 3 beschrieben zur dortigen Rotonda. Dann abbiegen in die CV 715 nach Bolulla und schon geht es zügig in langen Serpentinen bergauf. Oben sieht man den Ort Tàrbena, man weiß also gleich, wo man noch hin muß.

Eingezeichnet habe ich die kleine Venta (Gasthof) El Figueral. Man findet dort eine schattige Terrasse mit wunderbarem Berg- und Talblick, ja man kann sogar das Meer und die Silhouette von Benidorm erkennen. Lohnt einen Ausflug mit dem Wagen.

Radfahrer halten natürlich nicht an, die fahren zumindest hoch bis Tàrbena und lassen sich dann in Bar As Moli nieder. Muß aber nicht sein. Nach ein paar hundert Metern ist man endgültig oben am Abzweig der CV 752 nach Castell de Castells.

Bis zum Coll de Rates ist es allerdings noch ein Stück hin. Erst ein Abfahrt, dann wieder hoch, ganz schön wellig. Man genieße den Blick auf die Berge und vor allem die duftende Vegetation. Hier ist schon Mitte März Frühling !

Klar, daß hier die Rennen lang gehen. Die Straße ist voller Aufschriften. Aber siehe da, am Coll de Rates ganz groß: TELEKOM ZABEL Überbleibsel der Murcia-Rundfahrt. Von hier oben ( 626 m ) hat man einen großartigen Panorama-Blick ins Jalón-Tal und auf die umgebenden Sierras.

In der Abfahrt warten ein paar tückische uneinsehbare Haarnadelkurven. Also Vorsicht. Man muß ständig mit Gegenverkehr rechnen. Unten in Parcent biegt man ab nach rechts in die CV 720 nach Alcalalí, dann weiter über Jalón zur N 332, Abfahrt nach Calpe.
Coll de Rates

Die Nordauffahrt habe ich verbunden mit einer Schleife über Castell de Castells.
Coll de Rates
Wer im Schaubild oben die Abfahrt nach Calpe vermißt hat, hier ist sie. Zunächst muß man allerdings erst einmal hoch. Über Jalón ( Xalò ) geht es nach Parcent, dann kann es losgehen. Hoch zum Gipfel, durch die Senke nach Tàrbena, nach rechts weg in die CV 752.

Keine Sorge, der miserable Belag hört nach einem Kilometer auf und wird dann überraschenderweise ausgezeichnet. Es geht über eine Hochebene mit mehreren kleinen Wellen, letztere mit 16%, wie eine Straßenaufschrift verkündet.

Die lange Abfahrt nach Castell de Castells hat eine Tücke. Wenn auf der Straße die große Aufschrift ¡PELIGRO! = Gefahr auftaucht, sollte man dies ernst nehmen. Es kommen nämlich kurz hintereinander zwei ganz enge, nicht einsehbare Haarnadelkurven und ausgerechnet da hat es auch noch 17%. Man ist gut beraten, mehr oder weniger in den Stand herunterzubremsen. Dann aber weiter mit 60 - 70 Sachen, wenn man keinen Flattermann hat.

Unten nach rechts ab durch die Ortschaft auf der CV 720, wir befinden uns im Jalón-Tal, die Straße folgt dem ausgetrockneten Flußbett. Obwohl es bergab geht, will keine Freude aufkommen, denn bis Benichembla rumpelt es nur so, daß man meist in den Pedalen steht und den Lenker fest im Griff hat. Vor lauter Konzentration bekommt man gar nichts mit von der schönen Landschaft, durch die man fährt.

Also unbedingt auch mal in umgekehrter Richtung nach Castell. Und für die, die es wissen wollen, wartet da noch der 17%er, der schwerste Anstieg der Gegend neben der Bernia.

Ansonsten Heimfahrt wie gehabt.