|
|
| Tour 8: Puerto de Confrides - Puerto de Tudons
- 110 km |

Die letzte und schwierigste Tour führt über zwei Pässe, den Puerto de Confrides und den Puerto de Tudons. Letzterer ist auch der längste, mit 21 km ab Benidorm bis zum Gipfel, von Meereshöhe auf 1024 m. Übersichtskarte
|
.gif)
|
Der Tudons - aus Richtung Benidorm gefahren war auch schon Zielankunft bei der Vuelta. Eigens zu diesem Zweck wurde eine sonst dem Publikum nicht zugängliche Strecke freigegeben, im militärischen Sperrgebiet nämlich, denn auf dem eigentlich Gipfel der Aitana befindet sich eine Funk- und Radarstation. Die sieht man schon von weit unten. Also man lasse sich nicht täuschen, da oben hin geht`s nicht.
Aber zurück zur Tour. Die nimmt den Tudons von der anderen Seite. Zunächst wieder nach Callosa, in der Rotanda folgen wir dem Wegweiser Guadalest.
Das Castillo von Guadalest ist nach dem Prado in Madrid die zweitgrößte Touristenattraktion Spaniens mit ca. 2 Millionen Besuchern im Jahr. Mir ein Rätsel, warum das so ist. Es ist zwar schön anzuschauen, ausgesetzt auf einem Fels wie ein Adlerhorst mit umgebendem Bergpanorama, ansonsten ist es wie überall, wo Massentourismus herrscht: gebührenpflichtige Parkplätze, die unvermeidliche Souvenirstraße, durch die sich jede Menge Leute zwängen.
Die Straße hoch ist dann auch eine rechte Autobahn, damit die vielen Busse Platz nebeneinander finden. Aber keine Angst, in der Vorsaison ist es noch nicht so schlimm und für Radfahrer durchaus erträglich.
Das Profil oben beginnt an der Rotonda Callosa und geht bis zur Rotonda hinter Guadalest, dort wo die CV 70 einmündet. Die kommt von der Rotonda Polop (siehe Tour 3), wäre eine schöne Alternativstrecke, ist aber auch schwieriger mit ihrem Auf und Ab. Nach 9 km Anstieg bis Guadalest wird es kurz flach, dann geht es zunächst wieder mäßig bergan. Man lasse sich von dem guten Straßenzustand nicht dazu verführen, voll zu powern, es werden noch Körner gebraucht ! |
.gif)
|
Hier wird offensichtlich warum. Bis zum Puerto de Confrides ist es noch ein Stück hin und die Steigung nimmt zu. In der letzten Kehre vor der Paßhöhe dann die kleine Bar/Restaurante El Rincón del Olvido, für den, der einkehren will oder muß. "Winkel des Vergessen", aber nicht vergessen, der Tudons kommt noch.
Also wer noch gut drauf ist, fährt vorbei und quert nach wenigen hundert Metern die Paßhöhe. Eine serpentinenreiche Abfahrt, die rollt. Man verpasse nicht den Abzweig links in die CV 770 nach Alcolecha; die Beschilderung fehlt für Bergabfahrende. Man fährt also durch eine kurze Senke, am gegenüberliegende Hang hoch und befindet sich in Alcolecha. Enge Ortdurchfahrt, dann beginnt der Tudons. Nicht berauschend, nicht besonders schwer, aber schlechter Belag, nach beiden Seiten übrigens, was einem in der Abfahrt keine Freude bereitet.
Oben dann hat man einen schönen Weitblick in die Ebene von Alcoy, der Hauptstadt der Moros y Christianos (siehe Web Links). |
.gif) |
Die Abfahrt -wie gesagt- rüttelt einen anständig durch. Erst ziemlich unten hinter Sella beginnt eine neu ausgebaute Strecke. Das Profil der Abfahrt hier zweigeteilt, um die Alternativstrecke über Relleu anzuzeigen. Sehr lohnenswert, wenn man sich beispielsweise nur den Tudons vorgenommen hat und von Benidorm aus hochfährt.
Die Ausbaustrecke führt weiter nach Villajoyosa, vorher biegen wir ab nach links in die CV 758 nach Finestrat. Ein paar Wellen noch bis dahin, dann ist das Gröbste geschafft. Der ein oder andere wird sich erinnern, daß hier der ehemalige Weltmeisterschaftskurs von Benidorm langgeht. Die Zufahrt von der N 332 ist nicht mehr so leicht zu identifizieren, denn man gelangt in ein Gewirr von Zubringern zu der Terra Mítica, ein spanisches Disneyland, Gigantismus à la Benidorm: vierspurige, geteilte Fahrbahnen, alle drei Meter eine Palme, die Rotondas fünfmal so groß wie gewöhnlich.
|
.gif) |
| Rotondas sind auch der Grund, weshalb man die steile Abfahrt nach Benidorm verhalten angehen sollte. Der Heimweg über die N 332 ist wegen des Verkehrs nicht sehr angenehm. Stop and Go in Altea, Abgasdusche und die zwei Huckel vor Calpe werden höher als sie sind, wenn man sich einen in die Schuhe gefahren hat.
|
|
|
|
 |