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Puls- und Trittfrequenz sind die entscheidenden Parameter, an denen sich ein zielgerichtetes Radsporttraining zu orientieren hat. Längst ist die Botschaft auch im Breitensport angekommen. Ohne Pulsuhr und Kleincomputer geht es schon nicht mehr.
Richtig Sinn macht das Ganze aber erst, wenn der Bezug der Pulsfrequenz zu den Laktatwerten bekannt ist. Dann nämlich können die verschiedenen Trainingsintensitäten bestimmten Herzfrequenzzonen zugeordnet werden.
Zu Beginn der Saison sollte also ein leistungsdiagnostischer Test stehen. Irrig ist die Vorstellung, einmal eingestellt, könne man mit den dann ermittelten Werten das ganze Jahr weitermachen. Mit fortschreitendem Training verändern sich die Bezugswerte; sie müssen neu bestimmt werden- je nach Trainingsaufwand bis zu viermal im Jahr.
Aus diesem Grunde ist eine Ganzjahresbetreuung zu empfehlen. Eine solche wirkt sich nicht nur motivationsfördernd aus, Fehler im Trainingsaufbau können eventuell rechtzeitig erkannt und korrigiert werden.
Der Selbsttest wird kaum zubefriedigenden Ergebnissen führen;
gemeinhin wird dazu der Conconi-Test empfohlen. Der aber kann nur zu brauchbaren
Ergebnissen führen, wenn (vergleichbare) Vergleichsmessungen vorliegen und das
Kreislaufverhalten hinreichend bekannt ist.
Eine Portion Erfahrung in der Auswertung dieses Tests braucht es auch. Und relativ
teures Equipment. Die Werte aus der Pulsuhr auslesen, auf Millimeterpapier übertragen
und mit dem Lineal auswerten, sowas kann man nur als verwegen bezeichnen. |
| Conconi-Test ungeeignet zur Trainingssteuerung ? |
Link zu Dr. Kurt Moosburger, Facharzt für Innere Medizin und Sportarzt
Ein lesenswerter Artikel über die Belastungsintensität im Ausdauersport schließt mit folgender Bemerkung:
Abschließend noch ein paar Worte zum "Conconi-Test". Dieser ist für eine vernünftige Trainingssteuerung ungeeignet. Einerseits ist der "Conconi-Knick" der in der Regel linear verlaufenden Herzfrequenzkurve meistens gar nicht eindeutig feststellbar und wird von einer Computersoftware errechnet, andererseits konnte gezeigt werden, daß im Falle eines "Knicks" dieser einem Lactatwert zwischen 3 und 11 mmol/l entsprechen kann! Der Ungenauigkeit des "Conconi-Knicks" sollte man sich bewußt sein, wenn man ihn zur Trainingssteuerung anwenden will.
Nun, der Conconi-Test war von Anfang an umstritten. Auch über die Festlegung
der ANS auf die 4 mmol Schwelle streiten sich die Gelehrten. Für meinen Bereich
allerdings kann ich sagen, hat sich der Conconi-Test bewährt, auch und gerade
zur
Trainingssteuerung.
Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, daß ich es in aller Regel mit Radsportlern zu tun habe, die seit Jahren trainieren. Dieser eingeschränkte Personenkreis ist psychisch und physisch in der Lage, sich voll bis an den HP heranzupowern. Zu meinem eigenen Erstaunen habe ich bisher bei einer anschließenden Verifikation durch den Laktat-Stufen-Test noch niemals eine Abweichung feststellen können.
Während einer Trainingsperiode bleibt es selbstverständlich nicht bei einem Test, sondern eine ganze Serie davon gibt Aufschluß über den Trainingsfortschritt und den Erfolg der eingesetzten Trainingsmittel. In Verbindung mit der ständigen Beobachtung des Kreislaufverhaltens eines Probanden während einzeler Übungen, ergeben sich so sehr wohl brauchbare Steuerungsparameter.
Ich will damit nicht in Abrede stellen, daß die Ergospirometrie genauere und
verläßlichere Erkenntnisse vermitteln kann, aber das hat auch seinen Preis. Und wenn man dann bedenkt, daß es mit einem Test nicht getan ist, dann drängt sich der Schluß auf, daß so ein aufwendiges Verfahren den Topathleten vorbehalten bleiben sollte. Alle anderen - die Selbstzahler - sind mit einem qualifiziert durchgeführten Conconi-Test gut bedient.
Immer die Kirche im Dorf lassen.
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Ein sehr empfehlenswertes Sachbuch, welches sich ausführlich mit dem Thema befasst und komlexe Zusammenhänge verständlich darstellt. |
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