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Ergometer

 
Wintertraining

"Es gibt keinen Grund im Winter nicht radzufahren, es sei denn, es hat Glatteis oder es liegt Schnee !" Also ich gestehe, dass ich nicht zu diesen hartgesottenen Spezies gehöre, die bei Affenkälte, Nässe und womöglich noch im Dunkeln auf der Straße fahren. Da hilft keine noch so gute Funktionskleidung, keine Fußbodenheizung von Tchibo, keine high-end LED-Lampe. Lieber lass ich mich als Weichei titulieren und absolviere ein zielorientiertes Leistungstraining auf meinem Ergometer.

Zielorientiertes Leistungstraining ist das Stichwort. Sowas kann man nämlich nicht annähernd auf der Straße durchführen, jedenfalls nicht bei den gewöhnlich in unseren Breitengraden herrschenden Wetterbedingungen. In der Tour 12/2004 werden einige Gerätschaften vorgestellt. Diesen Bericht möchte ich ergänzen mit der Beschreibung zweier Ergometer, die bei mir im Gebrauch sind und meines Erachtens in einer Marktübersicht nicht fehlen sollten: das Daum Ergobike 8008 TRS und das Cardgirus Medical Pro.

Vorab noch ein Wort zur freien Rolle und zu den Rollentrainern à la Elite und Tacx. Training auf der freien Rolle ist hervorragend geeignet, Koordination und Gleichgewichtssinn zu schulen, Eigenschaften, die man braucht, um Strich zu fahren, auch wenn´s mal eng zugeht im Feld. Der Kreislauf wird dabei ganz schön hochgetrieben und der Schweiß fließt in Strömen. Doch die Muskulatur wird kaum gefordert.

Rollentrainer sind das angesagte Trainingsmittel, weil preislich noch im Rahmen. Aber sie haben auch gravierende Nachteile: die Belastung ist unter Umständen nicht reproduzierbar, die Anzeige ungenau. dem Rahmen tut man nichts gutes und letztendlich sorgt der Schlupf bei Belastung für unangenehme Fahrerlebnisse. Ich will wahrhaftig niemandem seinen i-magic vermiesen, aber Wahrheit ist nunmal, dass man ein zielorientiertes Leistungstraining, wie ich es verstehe, nur auf einem hochwertigen Ergometer betreiben kann.

Und weil das richtig Geld kostet, will eine solche Anschaffung wohl überlegt sein. Ein Computer zur Softwaredarstellung dürfte kein Problem sein, den haben die meisten. Aber man braucht auch gar nicht wenig Platz und einen festen Standort. Kenntnisse der Trainingslehre kann man sich allenthalben anlesen und mit einiger Erfahrung sicher umsetzen. Aber reicht auch die mentale Disposition, um einsam und allein und konsequent sein Training durchzuziehen ? Meine Trainingsprobanden bestätigen mir immer wieder, dass es sehr hilfreich ist, feste Termine bei mir zu haben. Die nehmen sie nämlich wahr, auch wenn es gerade mal nicht so schmeckt.

Also ich behaupte mal recht eigennützig, es ist vernünftiger, sein Geld in Trainerstunden zu investieren als in die Anschaffung eines teuren Ergometers. Für soviel Geld kann man jahrelang professionell betreut trainieren, hat seine begleitende Leistungsdiagnostik, weniger Motivationsprobleme und ist letztendlich auch davor gefeit, dass aus dem Ergometer ein teurer Staubfänger wird.
Daum Ergobike
        8008 TRS

Ein radsporttaugliches Ergometer gibt es nicht bei Aldi im Schnäppchenangebot. Billigschrot kann man getrost vergessen. Das Daum hebt sich davon wohltuend ab. Designpreisverdächtig schmeichelt es sich mit elegantem Äußeren beim Betrachter ein. Schön, wie sich die Technik sauber aufgeräumt mit ansehnlichen Schweißnähten hinter Plexiglas präsentiert. Aus der Sicht eines Radsportlers trübt sich der erste gute Eindruck aber schnell.

Der Hersteller hat offensichtlich als Zielgruppe die "Fitnesssportler" angepeilt, bei der die Radsportler nur eine Teilmenge darstellen. Sieht man sich man sich das offizielle Bild -links in weiß- an, fühlt man sich an die Gerätschaften im Fitnessstudio erinnert, auf dem die Damen ihr "Cardiotraining" abspulen und dabei das "Goldene Blatt" studieren:

Aufrechte Sitzposition, Lenkersensoren, "Cockpit" mit Mäusekino.
Packen wir das Ganze von hinten an. Der Sattel ist eine Krankheit, viel zu weich und Garant für Sitzprobleme. Aber gut, man montiert sich eh ein Modell, das man gewohnt ist. Wer wie ich häufig Sättel wechseln muss ( Jede Jeck -Hintern- is anders ), wird sich über den primitiven Sattelkloben ärgern, der die Montage umständlich macht. Unerfreulich wird´s beim Sattelstützrohr; die Löcher zur Regulierung der Sitzhöhe haben einen Abstand von 2 cm, das Finden der individuellen exakten Sitzhöhe wird so zum Lotteriespiel.

Der Blick geht nach unten. Man sieht, dass das Tretlager weit vor dem Sitzrohr angeordnet ist, 13 cm nämlich. Um eine dem Rennrad vergleichbare Position zu erreichen, muss der Sattel weit nach vorne gezogen werden, ebenso die Lenkereinheit. Und die ist so schwer, dass bei dem kurzen "Radstand" von 55 cm die Gefahr besteht, dass man im Wiegetritt vornüber kippt. Der Hersteller weist in der Gebrauchsanweisung ausdrücklich darauf hin. Besser wäre es gewesen, durch entsprechende Gestaltung der Konstruktion dafür zu sorgen, dass erst gar nichts passieren kann.

Man kann das Daum auf elastische Puffer stellen. Das soll zu einem realistischerem Fahreindruck verhelfen. Ein gimmick, nicht mehr, könnte allerdings gegenüber einer starren Konstruktion das Aufkommen von Sitzbeschwerden hinauszögern.

Nun zur Steuereinheit. Ein griffiger Trialenker -in der Tat- aber wer mag dauernd in einer Triaposition verharren ? Ein Rennlenker in Gimondi-Form, will heissen kurz im Obergriff -verdeckt durch den Tria-Lenker-, schnell und stark abfallender Bogen mit tiefem Untergriff. Etwas für Leute, die wie der Namensgeber groß gewachsen sind und extralange Arme haben. Griffbandagen Fehlanzeige, man kann also nur in den Untergriff. Meiner Erfahrung nach ist die beste Position auf der Ergometer diejenige, die man auf dem Rennrad einnimmt, wenn man die Hände am Oberlenker hat.
Der Rennlenker wird übrigens blank geliefert mit Plastikbandagen billigster Machart und die soll "König Kunde" auch noch selber wickeln. Nicht zu fassen. Da muss ich mal ein Lob für die CANYON-Leute loswerden. Kürzlich bestellte ich für einen Probanden das Einsteigermodell der Rennradlinie. Vorbildlich in der Zusammenstellung, vorbildlich montiert, einfach ein schönes Radl, mit dem man fahren kann und mt dem man sich nicht verstecken muss - für schlappe 700 Euronen. Was mir aber gleich ins Auge stach, war das exakt gewickelte Lenkerband, samtartig weich und angenehm im Griff. Soll man sich da nicht ärgern, wenn andere einem lieblos ein paar Plastikbändchen zum Selberwickeln offerieren ? Solche Kleinigkeiten lassen die Einstellung zum Kunden erkennen !

Daum Ergobike
        8008 TRS

Ein Wort zur Breite des Tretlagers, will meinen: der Abstand der Kurbeln, gemessen außen in Höhe der Pedalgewinde. Bei einer zweifach-Garnitur beträgt der 15 cm, bei einer dreifach-Garnitur 16cm, beim Cardgirus sind es 18 cm, beim Daum gar 19,5 cm. Man glaubt nicht, was 1,5 cm ausmachen. Obwohl auch das Cardgirus breit ausfällt*, erst beim Daum irritiert das Maß. Mag sein, dass es an der Gesamtheit der Konstruktion liegt, es will sich einfach keine Behaglichkeit einstellen.
*Inzwischen hat sich bei Cardgirus was getan. Die Achse wurde von 11,5cm auf 10,2cm verkürzt.

Ein Blick ins Innere bestätigt mein Urteil, dass alles sauber verarbeitet ist. Der glatte Riemen mit Spannvorrichtung setzt die Maximalbelastung von 800 Watt nahezu geräuschlos um. Beschwerden der Nachbarn sind daher nicht zu erwarten. Die montierten Stahlkurbeln sind zweckmäßig und können mit einem Gewindebolzen M12 abgezogen werden. Wäre schön, wenn der Hersteller diesen Billigartikel beilegen würde, denn Baumärkte sind für gewöhnlich nur bis M10 sortiert. So muss man sich ggf. eine Forschungsreise in den spezialisierten Schraubenhandel antun.

Ich habe schon erwähnt, dass der schwere, meines Erachtens überdimensionierte Vorbau nicht das Gelbe vom Ei ist. Das sieht zwar schön und so technisch aus, aber wenn der Schweiß in Strömen fließt, hat man seine liebe Not mit dem Abdecken. Das Lochblech in der Mitten ist Gottseidank mit einer Plastikfolie abgedichtet, aber zwischen Seitenscheibe und Rahmen kann der Schweiß eindringen. Also auch hier muss ggf. abgeklebt werden.

Auf diesem Vorbaugestänge sitzt nun nicht nur ein unbefriedigende Lenkereinheit, sondern auch noch das "Cockpit". Mit diesem "Mäusekino" mag ich mich erst gar nicht beschäftigen. Eigentlich ist es überflüssig wie ein Kropf. Es gibt nämlich eine PC-Software namens ergo-win, die alles groß und übersichtlich und in Farbe auf den Monitor legt. Zudem wird die Datenverwaltung und die Programmierung damit enorm vereinfacht. Bei ebay für 85 € zu haben. Die leg ich dann aber gerne hin. Ganz ohne Cockpit geht´s aber auch nicht, schließlich beherbergt es die Elektronik. Über den großen runden Rändelknopf stellt man die Wattbelastung ein -in 5 Watt Stufen- nicht ganz glücklich übersetzt und daher fummelig in der Steuerung.
Fazit:

Alles nur negativ, könnte man meinen. Ich habe jedoch einleitend gesagt, dass dies eine Betrachtung aus der Sicht eines Radsporttreibenden ist. Ein potentieller Erwerber sollte schon wissen, was auf ihn zukommt. Man kann mit dem Daum leben, man kann mit ihm -mit Abstrichen- gut trainieren. Es ist relativ preisgünstig. 850 € bei ebay. Und es ist allemal besser als ein Rollentrainer.
Software ergo_win
Die Software ergo_win hat ein erfrischend modernes Design. Hätte man die Elektronik anderweitig untergebracht und ausschließlich auf PC-Lösung gesetzt, hätte man auf das Cockpit gut und gerne verzichten können.Die Software erleichtert die Datenverwaltung und Programmierung ungemein. Ohne sollte man das Daum erst gar nicht betreiben. Inhaltlich bleibt sie allerdings bescheiden, wenn man das Cardgirus zum Vergleich heranzieht. Ich will dies mal am Grundmodul Watttraining aufzeigen.

Rechts in Säulenform die aktuelle Anzeige für Watt, Puls und RPM. Links die "Übersicht" - ein Auschnitt von 10min maximal. Fahre ich also 30 min, addiert sich der Zeitabschnitt nicht auf, sondern ich bekomme beispielsweise den Abschnitt 15 - 25 min angezeigt. Die Skalierung ist dabei so groß, dass dabei eine undifferenzierbare gerade Linie rauskommt. Das kann man sich glatt schenken.
Software Cardgirus
Zum Vergleich die Cardgirus-Software. Hier kann ich die Skalierung nach Belieben bis zum Extrem mit der Maus auseinanderziehen. Ich habe ein Koordinatennetz, welches sich wegschalten läßt. Ich kann Zielbereiche für Puls -oberes Feld - und Trittfrequenz - unteres Feld - festlegen. Leider etwas dunkel geraten. Ganz außen rechts die blauen Balken geben prozentual an, wieviel Zeit im, über, unter dem Zeilbereich verbracht wurde. Ganz wesentlich aber die Schaltflächen links, mit den die Wattbelastung gesteuert wird. Oben die Watt gesamt, unten der Wert für die Zunahme, steuerbar über zwei Wippschalter am Lenker, aber auch über plus und Minus per Pen und Tablett. So kann ich als Trainer ganz leicht Trainingsvorgaben steuern. Man erinnere sich: beim Daum geschieht dies ausschließlich über den Rändelknopf.
Ergobike Premium 8i Cockpit Ergobike Premium 8i
Hier das Nachfolgemodell des 8008. Es nennt sich Ergobike Premium 8i, soll kosten 1599 €. Ich sehe keine wesentliche Verbesserung. 200 Watt mehr, ein paar Design-gimmicks, das Cockit mit farbigem Display.
Nein danke. Auch hier schielt der Hersteller eher auf die Fitness-Jünger. Das Marktsegment "Radsportler" ist wohl zu klein, deren Anforderungen zu speziell.
Cardgirus Medical Pro
Das Cardgirus tritt in einer anderen Liga an als das Daum. Das sollte man der Fairness halber vorausschicken. Drei Versionen gibt es: das Pro ( 1.799 € ) und das Medical ( 2.630 € ) mit jeweils 1600 Watt, Genauigkeit +/- 2%, das Medical Pro ( 4.075 € ) mit 2400 Watt, Genauigkeit +/- 1%.

Da Untergestell kommt mit kühnem Schwung daher, doch ansonsten kann das Design mit dem Daum nicht mithalten. Ihm gegenüber wirkt das Plastikgehäuse altmodisch brav, die undefinierbaren Aufkleber sogar primitiv. Aber die Funtion sollte wichtiger sein. Die Grundform sieht schon eher aus wie ein Fahrrad, wie ein Diamant-Rahmen eben. Der "Radstand" ist mehr als doppelt soweit wie das Daum und garantiert bombenfesten Stand bei welcher Gymnastik auch immer. Das Plastikgehäuse ist mit Gummidichtlippen versehen, da dringt kein Schweiß ein. Freilich muss man die Befestigungsschrauben und die Alu-Kurbeln pflegen, die sind nicht resistent.

Die Kurbeln sind übrigens kein Standard, weil gekröpft. Es gibt sie in den Längen 170 mm und 175 mm. Abgezogen werden sie mit Campagnolo-Standardwerkzeug, für das - so man es nicht hat -ca. 50 € berappt werden müssen.

Der Kurbelabstand beträgt 18 cm, was noch nicht als störend empfunden wird. Das Sattelrohr steht über dem Tretlager, die Sattelstütze mit Schnellverschluss ist Standard ebenso wie der bequeme Sattel. Man hat nicht die geringste Mühe, seine Rennradposition nachzubilden. Man fühlt sich gleich wie zuhause.

Das Cardgirus wird nach Wunsch mit Tria- oder Rennlenker ausgeliefert, letzterer mit 42 cm Breite, versehen mit nämlich billigen Plastikbandagen wie das Daum, aber immerhin gewickelt und mit Bremsgrifffen. Wie man sieht, habe ich diese Bandagen später durch einen Moosgummiüberzug ersetzt. Problematisch ist der kurze Vorbaustummel. Nur 7,2 cm hoch, zwingt er den Fahrer in die Kyphose. Wer groß gewachsen ist, bekommt gleich gar keine Luft mehr. Cardgirus hat daher "für uns Mitteleuropäer" das Teil in einer Höhe von 11 cm fertigen lassen. Das lindert das Problem. Dennoch - zufrieden bin ich erst, seit ich den Jumbo-Dumbo von Modolo mit Corratec-Überzug montiert habe. Die Verstellbarkeit läßt keine Wünsche offen, variable Griffmöglichkeiten beugen Lesionen vor.

Nicht gelungen ist die Konstruktion des Oberrohrs; dies hätte man sich als Vierkant gewünscht. Bei kräftigem Zug am Lenker verwindet der sich nach links und rechts, weil die Klemmung des Schnellspanners nicht ausreicht. Aber wenn man es weiß, zerrt man halt nicht. Kraftentfaltung am Lenker ist normalerweise sowieso nicht vonnöten, allenfalls beim anaeroben Maximalkrafttest "Wingate" oder im Wiegetritt.
Cardgirus Medical Pro

Bleiben wir beim Lenker. Eingelassen links und rechts zwei kleine Wippschalter, mit denen man das virtuelle große und kleine Kettenblatt schaltet, respektive die Wattabstufung. Man erinnere sich: Beim Daum geschieht dies mit dem Rändelrad.

Weil von vornherein auf PC-Betrieb abgestellt, ist die Elektronik im Gehäuse untergebracht. Ich habe den Stecker des Verbindungskabels mal vergrößert. Wie man sieht, ist der schräg aufgesetzt. Man hüte sich davor, den festzudrücken, dann gibt´s Artefakten in der Anzeige. Ganz schön schlampert. Warum man stattdessen keine Pins gekürzt hat ? Aber gut, es kann sich dann mal störend auswirken, wenn sich der Stecker durch Transport noch mehr lockert. Hat man dann Artefakten auf dem Schirm, hier suche man die Ursache.

Der Antrieb läuft über mächtige Zahnräder mit kräftigen Keilriemen. Die knarren in der Einfahrphase. Ich empfehle das Einsprühen mit Teflonspray, dann ist Ruhe. Als Problemchen erwies sich mal, dass der Trittfrequenzsensor den Geist aufgab - die Drähte waren in Leim eingegossen, der zerbröselte. Erst mal die Ursache finden ! Ich habe ihn mit einem besseren Teil aus meinem Fundus ersetzt und bei der Gelegenheit die Verbindungsdrähte mit Schrumpfschlauch gesichert. Die können sich nämlich unter Umständen am Schwungrad aufscheuern und man hat ... Artefakten. Aber das war´s auch schon. Ansonsten versieht das Cardgirus klaglos seinen Dienst bei hoher Inanspruchnahme.

Bis jetzt war noch jeder begeistert, der das Cardgirus ausprobierte. Das liegt nicht zuletzt an der umfangreichen und zweckdienlichen Software; ich verweise insoweit auf die Beschreibungen andernorts auf meiner site.

Also, das Cardgirus das non-plus-ultra ? Leider, leider nicht.
Der eine Grund ist in der Software zu finden. Die verlangt nämlich dem user einen obligatorischen Eingangstest ab, der sich nicht abschalten läßt. Nach dessen Ergebnis richtet sich die Nutzbarkeit der Programme. Diese Bevormundung ist nicht nur mehr als ärgerlich, sie führt im Einzelfall auch zu falschen Ergebnissen. Außerdem befindet sich in der Datenbank ein bug, der einfach nicht beseitigt wird.

Und da ist auch schon der zweite Grund. Es sind die Cardgirus-Leute selbst, die einfach die Klagen der user ignorieren, die Software nicht weiterentwickeln, alles seit Jahren schleifen lassen. Hier der link zur englischen review eines users. Unverständlich eigentlich. Die Firma ist wohl zu klein, der Entwickler der Software entschwunden und nun blickt keiner mehr durch. Oder die Kosten zu hoch ?
Schwinn IC Evolution SR SRM-indoor-trainer
Das Schwinn IC Evolution SR ist ein Spinning-Bike der Extraklasse. Schön im Design, die Tour-Tester bescheinigen ihm ein hervorragendes Fahrgefühl. Ich bin es noch nicht gefahren, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es Spaß macht, mal ein solches Teil zu bewegen.

Da komme ich wieder zurück auf das zielorientierte Leistungstraining. Meßbarkeit der Belastung und deren Reproduzierbarkeit ist Voraussetzung. Kann das Schwinn nicht: das Schwungrad wird lediglich mit Filzscheiben gebremst, die über einen Knebel angezogen werden. Zum Spinnen reicht das, zu mehr nicht. Eine Anschaffung "just for fun" ?
Ganz neu auf dem Markt der SRM-indoor-trainer. Belastbar bis 2500 Watt, Kosten 4.060 €. Damit liegt liegt er gleichauf mit dem Cardgirus Medical Pro. Das Konzept ist verlockend, weil die Messkurbel ohne weiteres abgezogen und an das Rennrad montiert werden kann. Man ist also mobil wie stationär gleichermaßen für ein Watttraining gerüstet. Nun kenne ich die Software nicht im Detail. Sie hat ihre Stärken wohl in der Auswertung. Programierbare Module, Tests wie beim Cardgirus scheint es nicht zu geben. Gerade letzteres aber macht das Ergometertraining abwechselungsreich und unterhaltsamer.